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1. Wachstum


Abb. 1.1: Die Verwendung des BIP in Deutschland - real
Erläuterung
: Die Darstellung der Investitionen und der Staatsausgaben weicht von sonst üblichen ab. Wohnungsbau wird wesentlich von den Dispositionen der privaten Haushalte bestimmt, die öffentlichen Investitionen von politischen Erwägungen. Lediglich die privaten Investitionen ohne Wohnungsbau unterliegen dem klassischen Investitionskalkül. Die übliche Unterscheidung von staatlichem Konsum und staatlichen Investitionen ist wenig aussagekräftig. – Die Abweichungen von 100% stellen die Vorratsveränderungen dar.


Abb. 1.1a: Die Entwicklung des BIP in Deutschland - real
Erläuterung
: Saisonbereinigte Quartalsdaten in % BIP von 2000 QI, ohne Vorratsveränderungen.
KommentarDas deutsche Wirtschaftswachstum besteht seit 2000 zu einem Drittel aus dem Außenbeitrag. Dieser Außenhandelsüberschuss der Exporte über die Importe trägt nicht zum Warenangebot auf dem Binnenmarkt bei, sondern er wird als Zunahme deutscher Geldforderungen an das Ausland verbucht. Nach dem tiefen Einbruch der Krise 2009 hat das BIP im ersten Quartal 2011 das BIP das Vorkrisenniveau wieder erreicht.


Abb. 1b: Reale Entwicklung des gesamtdeutschen BIP in % des Früheren Bundesgebietes von 1991
Kommentar
: Das preisbereinigte deutsche BIP pro Einwohner, das durch die Vereinigung 1991 um 20% gesunken war, hat 2008 wieder das westdeutsche Niveau von 1991 erreicht und lag 20176 um 8% darüber.


Abb. 1.2: Konjunktur in Deutschland
Erläuterung
: Das durchschnittliche Wachstum zwischen 1992 und 2008, also das faktische Normalwachstum, beträgt in Deutschland 1,5%. Als Konjunktur können wir die Abweichungen des Wachstums von diesem Durchschnitt interpretieren.
Kommentar: Bis zum 1. Quartal 2014 befand sich die deutsche Wirtschaft in einem Aufschwung, der danach aber abgebrochen ist. Seit dem 2. Quartal 2014 verläuft die Konjunktur erstaunlich stetig. Die Wachstumsraten schwanken zwischen 1,2% und 2,1%.


Abb. 1.3: Wachstumsbeiträge nach Verwendungsbereichen in Deutschland - real
Erläuterung
: Die Wachstumskomponenten sind so gewichtet, dass sie sich zur Wachstumsrate, hier der letzten Verwendung des BIP, addieren. Export = Summe aus Außensaldo und Import.
KommentarDer aktuelle Abschwung wird von der Binnennachfrage geprägt.


Abb. 1.3a: Wachstumsraten nach Verwendungsbereichen - real - kurzfristig
Erläuterung
: Die Veränderungen gegenüber dem Vorquartal sind auf Quartalsbasis gerechnet.


Abb. 1.3b: Die Entwicklung des BIP in Deutschland  ab 1999 – real
Erläuterung
Diese Grafik kumuliert die Wertschöpfungsbeiträge seit dem 1. Quartal 1998.
Kommentar: Nach langen Jahren der Stagnation wächst der private Konsum seit Anfang 2010 kontinuierlich.


Abb. 1.4: Wachstumsbeiträge nach Wirtschaftsbereichen - real
Erläuterung
Seit dem 2. Quartal 2011 differenziert die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung die Dienstleistungsbereiche stärker. Die Wachstumsbeiträge sind so gewichtet, dass sie sich zur Wachstumsrate des BIP addieren.
Kommentar: Der deutsche Konjunkturzyklus wird – positiv wie negativ – geprägt durch die Beiträge der Industrie, die in hohem Maße in den Export gehen.


Abb. 1.4a: Entwicklung der Wertschöpfungsbeiträge nach Wirtschaftsbereichen ab 1999 - real
Erläuterung
Diese Grafik kumuliert die Wertschöpfungsbeiträge seit dem 1. Quartal 1998.


Abb. 1.5: Verwendungsgliederung von Wertschöpfung (BWS), Importen (Imp) und Arbeitnehmern (AN)
Erläuterung
: Eig. Schätzung auf Basis der Input-Output-Statistik des Statistischen Bundesamtes. Die letzte publizierte Input-Output-Statistik bezieht sich auf das Jahr 2009.
Kommentar2012 wurden 28,5% der deutschen Wertschöpfung exportiert. Dazu kamen 17,4% Exporte, die aus Importen stammten. 47% aller deutschen Importe ging in den Export.


Abb. 1.6: Wachstumsraten - Deutschland, EU und USA - real
Kommentar
Seit Anfang 2015 stagniert die Wachstumsrate der EU, ähnlich dem deutschen,  zwischen 1,7% und 2%.


Abb. 1.7: Wachstum und Vorratsveränderungen - nominal
Erläuterung
: Die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung zählt Zugänge zu den Vorräten positiv zum Wachstum. Im 4. Vierteljahr 2006 wurden die Vorräte negativ beeinflusst durch Gegenbuchung zum Außenbeitrag.


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